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016 – Die Samen erkennen

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Reife Naturgeister tragen im goldenen Herbst ihres Lebens immer noch reichlich Samen. Ob braun oder grau – sie haben die volle Güte. Ihr Samen ist geballter denn je und nicht zu verdenken ist die Kraft ihrer Fruchtbarkeit. Sie sind Träger von allen möglichen Vitaminen, die es benötigt, um ein Leben zu erhalten oder ein Leben zu erschaffen. Manche sammeln sie für später, um sie für solcherlei Dinge zu verwenden.

Junge Naturgeister sind nicht nur grün hinter den Ohren, sie streifen sich gerne etwas über, das es schwerer macht, von ihrer Kost zu naschen. Sie treiben es wilder, nicht ausgelassener, dennoch wilder und möglicherweise auch öfter. Nach dem "Verzehr" dieser wird sich die Blase rühren, denn der Harn will treiben, das Wasser entlassen und es fließen lassen. Ob ihr Samen schmackhaft ist, gilt streng zu bezweifeln. Eventuell sollte man sich die Zeit nehmen, um beide Naturgeister zu kosten. Das muss nicht gleich passieren, richtig konserviert sind beide Samenarten lange haltbar zu machen. Ob schockgefrostet oder getrocknet. Nebenbei: "Getrockneter Same(n)" – könnte das ein Begriff für ein neues "Superfood" werden. Man stelle sich das vor: Samen überall, beim Frühstück im Müsli, beim Pausensnack aufs Brot, bei einem Kaffeekranz mit Samen-Kuchen oder beträufelt auf der Sahnehaube des Heißgetränks der Wahl. Auch für herzhafte Speisen sind sie zu gebrauchen, ganz ähnlich wie Kräuter. Doch am besten mögen sie wohl munden, wenn man von ihnen nebenher nascht. Eines steht unweigerlich fest: Sie sind lecker rund ums Jahr – und man sollte es sich nicht, sprich sie, entgehen lassen.

Für einen letzten Gedanken: Man munkelt insgeheim, dass Samen sogar gegen wiederkehrende weibliche Erkrankungen im Schoße helfen oder gar heilen sollen (sic!). Auf ein "Merke": Kolportierte Halbwahrheiten unterliegen keinem Verfallsdatum.

Hochempathievoll, ℐţ.


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