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021 – Die Kräuter erkennen

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Liebe unter Menschen ist vergänglich und an Bedingungen geknüpft, die Liebe zum HERRN ist im Gegensatz dazu ewig und absolut. Das stimmt, selbst beim Verhältnis zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Das klingt bitterlich hart und ist dennoch wahr. Kräuter wissen das. Menschen vielleicht auch. Letztere sind andererseits die alleinigen und unangefochtenen Meister der Verleugnung, der Verdrängung, des Aufbegehrens, des Abwehrens, der Abweisung, der Ignoranz, ... und darüber hinaus unfähig zur ungeteilten und permanenten Akzeptanz. Sicherlich sind Mütter gewillt, ihre Sprösslinge zu fördern, doch fordern sie desgleichen gewisse Aspekte ein. Verbessere dich, aber vergiss niemals die Familie und deren Devise, ihre Maxime und sämtliche Gepflogenheiten. Anders gesagt: Enttäusche uns nicht, so lautet stets der Haupt- und Unterton, ob offen und direkt ausgesprochen oder hintenrum und indirekt durch die Blume eines Gewürz- oder Heilkrauts angedeutet. Predigten um Predigten ohne veränderte Aussagen, als ob die Zeit stillstehen würde. Deute an, biete auf, ohne Deutung und übersät von Verboten. Komparabel mit treibenden und hemmenden Faktoren. Ein tiefer Einblick in die dunkle Seite seiender, im irdischen Dasein gewöhnlich anzutreffender Eltern? Nein! Das war uneingeschränkt an einer rauen Oberfläche gekratzt, die das Offensichtliche hinter Fassaden mit absurden Kaschierungen verbirgt.

Das Kraut ist auf keinen Menschen angewiesen. Ja, es ist wahr. Kräuter benötigen per se die Krönung der Schöpfung nicht und geben sich mit einer Seelenentität überaus zufrieden, um seit jeher Teil zyklischer Kreisläufe zu sein. Für die dominierenden Geschöpfe der Erde sind Kräuter, als wahrhaft existierendes "Ding", dagegen zu einem unverzichtbaren Gut geworden, undenkbar, sie aus dem Ernährungskonzept gänzlich zu streichen. Als Geschmacksstoff für tonisierende Noten, als Würze, zur Reinigung, zur Entspannung, zur Hemmung oder für ein aphrodisierendes Erlebnis, für die Farbgebung oder als reiner Duftstoff, als Genussmittel, als Kraftgeber-/spender oder zur Stärkung für Körper und Geist – Kräuter sind weit mehr als bloße Zutaten oder Beilagen, so gilt es festzustellen. Ihre Blüten, Ihre Blätter und ihre jungen Triebe sind ein geradezu zwingender Bestandteil in den unterschiedlichsten Belangen. Nebenher, unbemerkt und trotzdem so enorm wichtig. Sie leisten einen ungemeinen Liebesdienst mit ihrem einzigartigen Wesen, ihren jeweiligen Schwingungen, gepaart in einem Hauch von Nichts und Aromen sind sie fraglos ein Verbündeter des Seins in der physischen Existenz, operierend auf einer Ebene jenseits metaphysischer Prinzipien oder Strukturen.

Kräuter sind wie ein stiller, auf subtile Weise anmutender Therapeut, ohne ausübenden Einfluss, scheuend der direkten Konfrontation.
Kräuter sind Wegbegleiter, Grundpfeiler, Passepartouts, ...
Kräuter sind Quell der Urtinktur, der Essenz, Extrakte, ...
Kräuter sind die Labsale und der Balsam der Erquickung, ...

Manche Geschichten dürfen niemals auserzählt werden, doch diejenigen, die zu einem Ende kamen, wurden berichtet und beschrieben, um des guten Gefühls willen – und der Hoffnung wegen, es einst wohlweislich richtig getan zu haben, selbst wenn es falsch war.

Hochempathievoll, ℐţ.


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